Wann sollte ein Eventunternehmer seine Nachfolge planen?

Ratgeber · Lesezeit etwa 6 Minuten

Warum fünf Jahre Vorlauf keine Übertreibung sind – und was in jeder Phase ansteht.

Die ehrliche Antwort lautet: deutlich früher, als die meisten denken. Nicht, weil ein Verkauf so lange dauert – sechs bis zwölf Monate sind üblich – sondern weil die Vorbereitung den Preis bestimmt.

Fünf Jahre vorher: die Struktur

Jetzt geht es um die Frage, ob der Betrieb ohne Sie funktionieren kann. Einen Disponenten oder Projektleiter aufbauen, der Kunden eigenständig betreut. Wissen aus Ihrem Kopf in Systeme überführen. Vertretungsregelungen schaffen. Das dauert Jahre und ist der mit Abstand größte Werthebel.

Drei Jahre vorher: die Wirtschaftlichkeit

Preise überprüfen und anpassen. Unrentable Artikelgruppen abbauen. Auslastung messen und verbessern. Investitionen so takten, dass kein Stau entsteht – aber auch nicht kurz vor dem Verkauf noch groß investiert wird, was sich nicht mehr amortisiert.

Wichtig: Diese drei Jahre sind es, die ein Käufer später ansieht. Was jetzt an Ergebnis entsteht, bestimmt später den Preis.

Zwei Jahre vorher: die Ordnung

Privat- und Betriebsvermögen trennen. Immobilienstruktur mit dem Steuerberater klären. Verträge schriftlich fassen, die bisher mündlich liefen. Auswertungen aufsetzen, die Auslastung und Auftragsbestand belegen.

Ein Jahr vorher: die Gespräche

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, mit möglichen Käufern zu sprechen – unverbindlich und ohne Abschlussabsicht. Sie erfahren, wie ein Käufer Ihren Betrieb sieht, wo er Risiken erkennt und in welcher Größenordnung sich eine Bewertung bewegt. Diese Information ist wertvoll, selbst wenn Sie danach noch drei Jahre warten.

Die drei häufigsten Auslöser für einen zu späten Start

„Erst noch eine gute Saison.“ Es gibt immer ein nächstes Jahr. Die Erfahrung zeigt: Wer so denkt, verkauft am Ende unter Zeitdruck.

„Solange ich fit bin, mache ich weiter.“ Verständlich – aber Gesundheit ist keine Planungsgrundlage. Ein Notverkauf nach einem Krankheitsfall bringt regelmäßig deutlich weniger.

„Vielleicht steigt eines der Kinder doch noch ein.“ Diese Hoffnung verzögert viele Prozesse um Jahre. Ein offenes Gespräch schafft in einer halben Stunde Klarheit.

Und wenn es schnell gehen muss?

Auch dann ist ein Verkauf möglich. Der Preis fällt in der Regel niedriger aus, weil der Käufer die Risiken ohne Vorbereitungszeit einpreist. Ein strukturierter Prozess ist auch kurzfristig besser als ein Materialausverkauf.

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Wir sind direkter Kaufinteressent für Eventvermieter, Zeltverleiher und Veranstaltungsausstatter in Deutschland. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich und bleibt vertraulich.

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